Hühnerzäune und Geflügelnetze

Der passende Ausbruchschutz

Standorttreue und Forscherdrang von Hühnern

Hühner sind recht Standortfest und halten, nachdem sie sich erst einmal eingelebt haben ihrem Zuhause die Treue. Sie kehren spätestens beim Einbruch der Dämmerung wieder zurück in ihren Hühnerstall und bewegen sich tagsüber je nach Rasse und Temperament in einem Radius von ca. 100 m rund um den Stall. Die meisten Rassen sind aber schon mit einem wesentlich kleineren Revier zufrieden, solange ein passendes Hindernis – am Besten in Form eines Zauns ihren Forschungsdrang stoppt. Da die meisten von uns nicht auf einem Aussiedlerhof leben und die Nachbarschaft oft nicht über Hühnerbesuch im Gemüsebeet begeistert ist, muß man dafür Sorgen, daß das liebe Federvieh da bleibt, wo es soll. Im eigenen Garten oder Auslauf.

Hühnerzaun – die richtige Zaunhöhe

Egal ob Du die Hühner frei im Garten oder in einem speziell für sie umzäunten Bereich laufen lässt, sollte die Zaunhöhe an die Rasse, die Du halten möchtest, angepasst werden. Zwar kann man durch das Stutzen der Flügel seinem Federvieh schon einiges an Flugvermögen nehmen, aber besonders leichte Hühnerrassen können durch Hüpfen und Flattern auch mit bestutzten Flügeln ganz schön an Höhe gewinnen. Besonders in Stresssituationen wie bei Rangkämpfen unter neuen Hühnern oder Erschrecken können unsere befiederten Freunde ungeahnte Kräfte entwickeln.

In unserer Rassenübersicht haben wir bei jedem Huhn die Flugfähigkeit in Prozenten angegeben, damit Du einen ungefähren Eindruck über die Zaunhöhe bekommst.

fluegel2 Zaunhöhe
bis     15 % 80   cm
bis     30 % 100 cm
bis     50 % 120 cm
bis     90 % 170 cm
über  90 % 200 cm

Das richtige Zaunmaterial für die Hühnerhaltung

Auch die Optik des Zauns hat für Hühner Hindernischarakter. Hühner sehen auf größere Entfernung nämlich gar nicht mal so gut und haben zusätzlich ein Problem mit der dreidimensionalen Warnehmung. Bei Zäunen aus Stabmatten oder Maschendraht tut sich das Federvieh schwerer mit der räumlichen Einschätzung als bei Zäunen aus Holzbohlen oder Steinmauern, die sich gegen den Himmel deutlicher abheben und einen schönen optischen Landepunkt abgeben. Deshalb werden schlecht einschätzbare Hindernisse weniger oft überwunden.

Während man oft schon einen Zaun um sein Grundstück besitzt, hat man bei der Anschaffung einer passenden Gehegeumzäunung noch Entscheidungsspielraum. Unser Tip fürs Gehege sind Stabmatten bzw. Gittermatten Zäune. Diese sind schnell aufzubauen, in sich stabil und wenn man es richtig macht recht vielseitig in der Gehegegestaltung.

Zaunmatten – fexilbel und einfach aufzubauen

Mattenzäune gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, wobei Zaunelemente aus Doppelstabmatten zu schwer und zu kostspielig sind. 3D Stabmatten Zäune sind perfekt für den Gehegebau. Sie wiegen weniger, weil sie aus dünnerem Material gefertigt sind.

Um trotzdem eine hohe Stabilität und Verwinungssteife zu bekommen, haben diese 3D Zaunmatten zwei bis drei horizontale Ausbuchtungen zur Versteifung. Die Matten bekommt Ihr bei einem Zaunbauer oder im Baumarkt, wobei professionelle Zaunbauer meist 2,50 m Matten verkaufen, während man bei Baumärkten oft nur 2 m lange Matten zum selben Preis bekommt. Oft haben Zaunbauunternehmer auch Restposten, die man günstiger bekommen kann. Ein Blick in die Gelben Seiten lohnt sich also.

Je nach Form des Geheges sind dabei sogar keinerlei oder nur wenige Zaunverankerungen nötig, da Ecken der Konstruktion immer eine gewisse Standsicherheit geben. Die einzelnen Elemente an den Ecken mit dicken Kabelbindern oder Bindedraht untereinander verbinden, einen Kreis oder ein Quadrat stellen und schon hat man ein Gehege, das mit wenig Aufwand auch mal bewegt oder kurzfristig abgebaut oder umgebaut werden kann.

Bei größeren Gehegen, bei denen zwei Zaunelemente in sehr stumpfem Winkel aufeinanderstoßen, ist es sinnvoll, die Verbindung durch einen zusätzlichen Pfosten zu stabilisieren. Wer flexibel bleiben möchte, benutzt hier kein Betonfundament, sondern eine Einschlaghülse, die man mit ein wenig Rütteln und Ziehen recht gut wieder aus dem Boden bekommt.

Die So gebauten Gehege bieten guten Schutz vor dem Entkommen normalgroßer Hühner. Bei Küken muß unter Kniehöhe noch eine feinmaschigere Sperre eingezogen werden, damit diese nicht durch die Stäbe schlüpfen. Auch Raubtiersicher sind so gebaute Außengehege nicht, weil z.B. Füchse den Zaun untergraben können. Die Stalltüre muß also Nachts geschlossen werden, damit die Hühner sicher sind.