Kamm bei Hahn und Henne

Kopfputz

Der Kamm der Kammhühner (Crista carnosa) ist ein fleischiger Hautlappen, der auf dem Kopf sitzt und vor allem bei Hähnen stark ausgeprägt ist. Der der Hennen ist gewöhnlich kleiner, aber während der Hahnenkamm seine einmal erreichte Größe nicht verändert, ist der Hennenkamm in der Legeperiode größer als während der Legepausen oder der Mauser.

Dieser Kopfputz besteht aus mehreren Hautschichten, Fettgewebe und ist sehr gut durchblutet. Im Winter kann es bei Rassen die sehr große Kämme haben zu Erfrierungen kommen. Vorallem wenn Deine Hühner in einem beheizten Stall leben, kann es durch den Temperaturunterschied passieren. Das geschieht aber meist erst bei Temperaturen unter -15°C.

Kammvariationen

Becherkamm z.B. Augsburger,
Am Schnabel einfach beginnender Kamm, der sich nach der ersten oder zweiten Kammzacke zu einem becherförmigen Kamm teilt.

Blätterkamm z.B.
Zwei nebeneinander liegende Kammblätter mit mäßig großen Einzackungen.

Büschelkamm z.B.
Mehrere seitliche Auswüchse an der Kammfahne beim Einfachkamm oder am Dorn beim Rosenkamm.

Einfachkamm z.B. Jersey Giant, Amrock, Barnevelder
Stehkamm – unterschiedlich in Größe und Form.

Erbsenkamm z.B. Brahma, Araucana,
Niedriger Kamm aus drei geperlten Reihen, deren mittlere die höchste ist.

Hörnerkamm z.B. Annaberger Haubenstrupphuhn, La Fléche, Sultanhuhn
Aus zwei runden, aufgerichteten Hörnern bestehender Kamm, gerade oder V-förmig angeordnet.

Klappkamm z.B.
Nach der Seite umliegender Einfachkamm.

Maulbeerkamm z.B. Seidenhuhn
Querliegender Rosenkamm mit warzenartigen Wucherungen ohne Dorn und Perlung; blaurot bis schwärzlichblau.

Napfkamm z.B. Breda
Mit Kammfleisch ausgefüllte Mulde bei kammlosen Hühnern

Rosenkamm z.B. Wyandotte, Appenzeller Barthuhn, Assendelfter
Ein Kamm aus einer fest auf dem Kopf sitzenden, breit gequetscht wirkenden Fleischmasse. Die Oberseite ist gleichmäßig mit Perlen besetzt. Er läuft nach hinten in einem, je nach Rasse verschieden geformten Dorn aus. Ein grober Fehler ist der Steckdorn, der im Kammende stark verjüngt und merklich abgesetzt mit einer kleinen Perle endet.

Sägekamm z.B.
Stehkamm mit gleichmäßig nach hinten geneigten Zacken.

Schlappkamm z.B.
Kamm mit zu dünnem Kammblatt, welches schon an der Basis zu einer Seite fällt.

Schlotterkamm z.B. bergischer Schlotterkamm
Der zur Seite überfallende Hennenkamm der großkämmigen Hühner; bei Hähnen stets Fehler.

Schmetterlingskamm z. B. Houdan
Hat die Form zweier nebeneinanderliegender gezackter Blätter

V-förmiger Kamm z.B.
Hörnerkamm, bei dem die beiden Hörner V-förmig stehen.

Wickelkamm z.B. Altsteirer-Hennen, Sulmtaler-Hennen
1. Fehlerhafte Kammlage bei zu weichem Kammblatt, bei der der Kamm erst nach der einen und dann nach der anderen Seite umgeschlagen ist
2. bei Hennen der Altsteirer und Sulmtaler Rassemerkmal

Wulstkamm z.B. Malaien, Orloff, Kraienkopp
Fleischknoten auf dem Vorderschädel ohne hinteren Auslauf. Hinten nicht über das Auge hinausragend.